Event heute
Veranstaltung
- Titel:
- Auf den Spuren des Heiligen Benedikt
- Wann:
- 01.06.2010 - 31.10.2010
- Wo:
- Museum Kloster Asbach - Asbach
- Kategorie:
- Ausstellung
Beschreibung
Jahrhundertelang waren Klöster, die in der Nachfolge des Heiligen Benedikt in ganz Europa entstanden sind, Zentren geistigen Lebens. Die kulturellen und zivilisatorischen Werte, die sie geschaffen und bewahrt haben, gehören zu den Grundlagen unserer Kultur. Im Zuge des Klostersturms von 1803 gingen wertvolle Kulturgüter verloren. Die Bestände der vorzüglich ausgestatteten klösterlichen Bibliotheken und Sammlungen wanderten in staatliche Bibliotheken und Kunstkammern. Die Klostergebäude erhielten andere Nutzungen, die Klosterkirchen jedoch wurden Pfarrkirchen und blieben so als wertvolle Kunstdenkmäler und Stätten des Glaubens erhalten.
In unserer Region kam es bereits einige Jahrzehnte nach der Säkularisation bis ins beginnende 20. Jahrhundert hinein zu Wiederbesiedlungen und Neugründungen von Benediktiner- und Zisterzienserklöstern. Den Schatz der Traditionen und der Regel des Heiligen Benedikt verpflichtet, müssen die bestehenden Klöster Balance halten zwischen der benediktinischen Spiritualität, der Realität des Lebens im Kloster und den ökonomischen Zwängen der heutigen Zeit. Die Klöster der Benediktiner und Zisterzienser haben jahrhundertelang das religiöse, kulurelle und wirtschaftliche Leben unserer Region entscheidend mitbestimmt; sie waren Zentren des Glaubens, der Kultur, der Wissenschaft und Technik. Die durch die Aufklärung vorbereitete Säkularisation von 1803 stellt in dieser Hinsicht eine historische Zäsur von grundlegender Bedeutung dar.
Die Klöster wurden aufgelöst, ihre kulturellen Schätze auf Bibliotheken, Museen und Kunstsammlungen verteilt oder vernichtet, ihre wirtschaftlichen Strukturen zerstört.
Die in der Epoche des Barock entstandenen und in höchster Blüte stehenden Klosteranlagen gingen nicht völlig unter. Die Klosterkirchen erhielten als Pfarrkirchen eine neue Funktion, die Wirtschafts- und Konventsgebäude gingen in Privatbesitz über.
Die in der Epoche des Barock entstandenen und in höchster Blüte stehenden Klosteranlagen gingen nicht völlig unter. Die Klosterkirchen erhielten als Pfarrkirchen eine neue Funktion, die Wirtschafts- und Konventsgebäude gingen in Privatbesitz über.
Im Laufe des 19. Jahrhunderts wurden die Klöster Metten und Niederaltaich wiederbesiedelt, in Niedernburg zogen die Englischen Fräulein ein und begründeten das Mädchenschulwesen.Im 20. Jahrhundert kam es in Engelszell durch die Trappisten und in Fürstenzell durch die Maristen zu einem Neuanfang. Aldersbach, Vornbach und Asbach wurden nicht wieder als Klöster hergestellt.
Noch im 19. Jahrhundert und an der Wende zum 20. Jahrhundert entstanden neue Klöster mit neuer Zielsetzung: die Abtei der Missionsbenediktiner Schweiklberg und die Frauenklöster Thyrnau, Neustift bei Ortenburg und Tettenweis.
Die Klöster in unserer Region stehen mitten im Leben; sie sind ein Teil der Identität unserer Region. Die Klöster sind heute als Glaubens-, Bildungs-, Schul- und Kunstzentren unverzichtbar. Die ehemaligen Klosterkirchen sind als Pfarrkirchen Stätten der Seelsorge.
Die Ausstellung wird an einem authentischen Ort, im ehemaligen Benediktinerkloster Asbach veranstaltet. Asbach, im 11. Jahrhundert gegründet, 1803 aufgelöst, vom Kulturkreis Kloster Asbach e. V. restauriert und nun Museum, bildet den würdigen Rahmen, die Besucher die faszinierende Welt der Klöster erleben zu lassen. Die Ausstellung versucht, die historischen Aspekte mit der aktuellen Situation zu verbinden, die großen kulturellen Leistungen der Vergangenheit exemplarisch zu dokumentieren und die neuen Klöster in ihrem Selbstverständnis vorzustellen.
Am Anfang aber stehen Benedikt, der Vater des abendländischen Mönchtums, von Papst Paul VI. 1964 zum Schutzpatron Europas erhoben, und Bernhard von Clairvaux, nicht der Gründer des benediktinischen Reformordens der Zisterzienser, aber einer seiner größten Söhne.Den Spuren, die sie in unserer Region an Donau und Inn hinterlassen haben, geht die Ausstellung nach.
Sie verfolgt das Ziel, dem Besucher einen Einblick in benediktinisch-zisterziensisches Leben – einst und jetzt – zu vermitteln und thematisiert mit eindrucksvollen Exponaten die Gründungsgeschichte, Kunst und Architektur, Buchmalerei, Gottesdienst und Kirchenmusik.
Die Ausstellung zeigt die Folgen der Säkularisation auf und verweist auf die Wiederbelebung des benediktinischen Geistes im 19. und 20. Jahrhundert in Gebet, Seelsorge, Bildungsarbeit, Kunsthandwerk und Mission.
Veranstaltungsort
- Wo:
- Museum Kloster Asbach - Website
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Ausstellungen
01.06.2010 - 31.10.2010 Auf den
Spuren des Heiligen Benedikt
09.09.2010 - 31.10.2010 Fritz KlierSpuren des Heiligen Benedikt
"Ich habe meine Vorurteile"



