Pressebericht des Landratsamtes Passau
Damit der Start ins Leben gelingt – auch wenn´s schwierig ist |
|
|
|
|
Nach über einem Jahr: Koordinierte Kinderschutzstellen in Stadt und Landkreis ziehen positive Bilanz – Elternbetreuung ohne erhobenen Zeigefinger Passau. Gerade wenn die Kinder ganz klein sind, kann man als Mutter oder Vater viel für eine positive Prägung der Kleinen tun – aber auch viel falsch machen. Eltern in schwierigen Lebenslagen helfen seit über einem Jahr die Koordinierten Kinderschutzstellen (KoKi) von Stadt und Landkreis Passau. Ohne erhobenen Zeigefinger, dafür aber mit viel Einfühlungsvermögen. Und mit viel Erfolg. Bereits vom Start weg hatte sich gezeigt, dass die neue Beratungsstelle angenommen wird. Für Franz Prügl, Leiter des Kreisjugendamtes, ist KoKi darum schon jetzt ein Erfolgsmodell. Dabei gehe es weniger um Zahlen, denn die Qualität von Beratung zeige sich im Ergebnis, nicht in der Menge. Prügl: „Uns ist es gelungen, den Ansatz eines niederschwelligen Hilfsangebots für Eltern oder Elternteile umzusetzen, der die Betroffenen wirklich erreicht.“ KoKi ist eine eigenständige Einrichtung, die sich bewusst nicht am offiziellen Charakter einer Behörde anlehnt, sondern als unabhängige, fachlich aber hochqualifizierte Betreuungsstelle agiert. Diese Strategie, offen und ohne Vorbehalte mit den Betroffenen umzugehen, geht auf. Judith Klapper, mit ihren Kolleginnen Kathrin Kaufmann und Ines Schatzlmayr für KoKi zuständig, bringt es auf den Punkt: „Wir sind nicht Aufsichtspersonen oder Schulmeister der Eltern, sondern helfender Partner, wenn es schwierig wird." Die Gründe, warum Vater und Mutter mit der Kinderbetreuung an den Rand ihrer Kraft gelangen, sind vielfältig. Oft sind die Betroffenen sehr jung und unsicher in der Versorgung und Betreuung ihres Kindes. Auch fehlende Unterstützung aus dem sozialen Umfeld, Beziehungsprobleme, Entwicklungsschwierigkeiten beim Kind und Geldsorgen können das Elternsein zur schier unüberwindlichen Hürde machen. Hinzu kommen Probleme wie Krankheit oder psychische Belastung. Da kann es oft schon hilfreich sein, wenn die KoKi-Mitarbeiter Betreuungshilfe organisieren, finanzielle Unterstützung oder einfach nur das Gefühl vermitteln, dass die Hilfesuchenden nicht allein sind und ernst genommen werden. „Oft ist es ja auch Scham, die die Betroffenen daran hindert, sich Unterstützung zu suchen“, ergänzt Johannes Geier, der für KoKi im Stadtgebiet Passau tätig ist. Gemeinsam mit seinen Kolleginnen im Landkreis ist es ihm daher ein großes Anliegen, ein Netzwerk aus Ärzten, Kliniken, Kindertagesstätten und Beratungsstellen aufzubauen, das hilft, frühzeitig Notlagen zu erkennen. Irmgard Ziegler, stv. Jugendamtsschefin in Passau: „KoKi braucht solche Kooperationspartner, weil wir rechtzeitig, das heißt frühzeitig, helfen wollen. Unser Angebot richtet sich an Schwangere, Eltern und Alleinerziehende mit Kindern im Alter von 0 bis 3 Jahren. Es geht um eine guten Start ins Leben – auch wenn die Bedingungen schwierig sind.“ Passau, 05. April 2011 |
| Zurück... |
Eine multimediale Reise durch
das PASSAUER LAND
das PASSAUER LAND
Veranstaltungen
Event-Tipp
Sommer-Konzert
Bürgerhaus
94148 Kirchham
Samstag, 23.06.2012 - 20:00 Uhr







